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Das Vereinigte Königreich (engl. United Kingdom, kurz UK) oder in der Langform Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland (engl. United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland) ist eine konstitutionelle Monarchie im Nordwesten Europas. Der größte Inselstaat Europas besteht aus den Landesteilen England, Wales und Schottland auf der Insel Großbritannien und Nordirland auf der Insel Irland.
Das Vereinigte Königreich besteht aus den Landesteilen England, Schottland, Wales und Nordirland. Die amtliche Langform des Landesnamens lautet "Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland". Im inoffiziellen deutschen Sprachgebrauch wird meist die Bezeichnung Großbritannien als Synonym für das Vereinigte Königreich verwendet. Dies ist zwar nicht ganz korrekt, wird aber selbst von Politikern und Nachrichtensprechern mehrheitlich verwendet. Großbritannien im eigentlichen Sinn umfasst nur England, Schottland und Wales und bezeichnet die größte der Britischen Inseln. Auf der zweitgrößten Insel - Irland - befinden sich Nordirland und Republik Irland.
Die Insel Man und die Kanalinseln gehören nicht zum Vereinigten Königreich. Sie unterstehen jedoch der britischen Krone. Die britische Regierung ist zwar für ihre Verteidigung und internationalen Beziehungen zuständig, sie sind sonst aber eigenständig und gehören nicht zur EU.
Woher das Groß in Großbritannien stammt, wird im Französischen klar: Großbritannien ist die Grande-Bretagne, im Unterschied zu der auch im Deutschen so genannten Bretagne. Die Bezeichnung Britannia hingegen stammt aus der Spätantike, nämlich aus dem Wortschatz der Urengländer, dem keltischen Brith, was buntfarbig oder gefleckt bedeutet. Offenbar war es dort einst Sitte, sich zu bemalen.
Das Vereinigte Königreich hatte bei der letzten Volkszählung im Jahre 2004 60.294.000 Einwohner. Sie gliedert sich in Engländer (83,6 %), Schotten (8,6 %), Iren (2,9 %), Waliser (4,9 %) und Andere 7,9 %.
Das Vereinigte Königreich besteht aus den vier Landesteilen: England (Königreich), Wales (Fürstentum), Schottland (Königreich) und Nordirland (Provinz). Wales, Schottland und Nordirland besitzen seit den 1990er Jahren eigene Landesteilparlamente und -regierungen mit einem sog. Ersten Minister als Chef (vergleichbar einem Ministerpräsidenten in Deutschland oder einem Landeshauptmann in Österreich). England besitzt, mit Ausnahme Londons (noch) keine Landesverwaltung. Eine Northern Assembly (Nordenglische Versammlung) ist gegenwärtig in der Diskussion. Die Aufgaben einer Staatsspitze Englands werden von Parlament und Regierung des Vereinigten Königreiches mit wahrgenommen. Dabei ist es inzwischen üblich geworden, dass sich im Parlament die Abgeordneten der anderen Landesteile enthalten, wenn eine Entscheidung nur England betrifft (siehe auch West-Lothian Question).
Die unteren Verwaltungsebenen sind seit dem späten 19. Jahrhundert mehrmals neu strukturiert worden, weitere Veränderungen sind in der Zukunft zu erwarten. Traditionell bestand England seit dem Mittelalter aus 39, Schottland aus 34, Wales aus 13 und Nordirland aus 6 Grafschaften (engl. counties). Heute (2004) gibt es in England 35 Grafschaften, 40 so genannte Unitary Authories, 6 Metropolitan Counties sowie Greater London mit seinem Bürgermeister Ken Livingstone (siehe hierzu auch Verwaltungsgliederung Englands). Wales besteht aus 22, Schottland aus 32 Unitary Authorities. In Nordirland gibt es 26 Bezirke (District). Die Namen der alten Grafschaften werden aber im Alltagsgebrauch aller Landesteile oft weiterhin verwendet.